Dosiertechnik in Industrie, Pharma und Lebensmittelproduktion
Dosiertechnik begegnet einem überall im Alltag, weil die einfachste Form der Dosierung schon in dem Handhebel an der Sprühflasche des Putzmittels zu finden ist. Auch aus der industriellen Fertigung ist die Dosiertechnik nicht mehr wegzudenken. Kein Tintenstrahldrucker würde funktionieren, würden nicht winzige Membranpumpen in seinem Inneren dafür sorgen, dass die Tinte immer in der passenden Menge punktgenau auf das Papier gespritzt wird. Ein weiteres Einsatzfeld findet die Dosiertechnik in der Herstellung pharmazeutischer und kosmetischer Produkte sowie in der Lebensmittelindustrie. Hier werden dem Basismaterial an mehreren Punkten der Verarbeitung Stoffe über Injektionsstellen an Statikmischern zugefügt, die durch verschiedene Arten von Dosiertechnik portioniert werden. Das winzigste Teil in der Dosiertechnik sind Membranpumpen. Sie sind in der Lage, auch kleinste Mengen absolut genau abzumessen. Auch Kolbenpumpen kommen dort zum Einsatz, obwohl man mit ihnen auch größere Portionen bemessen kann. Mit Spindelpumpen erreicht man eine kontinuierliche Durchflussmenge, wie sie beispielsweise bei der Herstellung von Joghurt, Farben und Cremes im Produktionsprozess benötigt wird. Mit dieser Art von Dosiertechnik lassen sich Materialien dosieren, die keine Feststoffe oder nur welche mit einer geringen Körnung enthalten. Für grobkörnigere Materialien werden Drehkolben- oder Klauenpumpen eingesetzt. Das ist vor allem in der Baustoffherstellung der Fall. Wichtig bei der Auswahl der geeigneten Dosiertechnik ist, dass sich nicht alle Pumpen für jeden Zweck einsetzen lassen. Vor allem im Bereich Pharmazie (vgl. z.B. Schüssler Salze), Drogerieartikel und Lebensmittel werden hohe Anforderungen an die Reinigungsmöglichkeiten der Dosiertechnik gestellt.